LehrerInnen-Kollaboration – 4

Lehrer KollaborationEtwas ganz Besonderes ist die TELL Collab Serie von jährlichen Kollaborationstreffen, die 2015 in Austin, Texas began.  Fremdsprachenehrer aus der ganzen USA kommen zusammen, um gemeinsam voneinander zu lernen und Zusammenarbeit für die Zukunft zu initiieren.

Man kommt nicht zu einer solchen Zusammenkunft, um sich passiv Vorträge anzuhören, sondern organisiert gemeinsam mit den anderen Teilnehmern Gruppenveranstaltungen, um Erfahrungen weiterzugeben und voneinander zu lernen. Der Austausch findet in kleinen Gruppen statt, die sich selbst nach Interesse formieren. Ziel ist es, weiterzugeben, womit man Erfolg hatte und mitzunehmen, womit die anderen erfolgreich waren. Jeder gibt, jeder bekommt.

Zu Beginn werden die Interessen der Teilnehmer gesammelt, dann organisiert und in Themen eingeteilt, die nach Stundenblöcken und Raumkapazitäten strukturiert werden. Alles machen die Teilnehmer selbst; es gibt nur einen Moderator, der für organisatorische Fragen zur Verfügung steht. Parallel zu den Sessions, welche die Teilnehmer selbst organisieren, gibt es folgende Angebote:

MindMelt | unstrukturierte Zeit zum Kennenlernen und um an Lösungen für gemeinsam identifizierte Problem zu arbeiten

Hot Seat | “Experten” stellen sich den Fragen

App Smackdown | Teilen der Erfahrungen mit Programmen und Online-Ressourcen

Commitment Zone | Planen, wie man das neu Gelernte sofort in der Arbeit umsetzt

Hook-up | Verbindungen schaffen auf sozialen Netzwerken, um die Kollaboration nach der Konferenz fortzusetzen

Creation Station | Entwickeln von Materialien und Aufgaben, die man in der Praxis einsetzen kann

Es sind sehr intensive Tage, nach denen man mit konkreten Ergebnissen und Produkten für die Praxis nach Hause fährt und Kontakte für zukünftigen Austausch und Zusammenarbeit etabliert hat. Es werden gegenseitig Blogs abboniert, Twitter- und Facebookgruppen gebildet, gemeinsame Online-Konferenzen verabredet usw.

https://www.tellcollab.org/

LehrerInnen-Kollaboration – 3

Lehrer KollaborationIm eigenen Bezirk:

5 Eine Software namens forethought wurde eingeführt, in der wir am Montagmorgen unsere Stundenentwürfe für die ganze Woche bereitgestellt haben mussten.  Das war eine große Umstellung mit heftigem anfänglichem Widerstand: Noch ein Programm, das man bedienen können sollte!

Doch dann erkannten wir die Vorteile für unsere eigene Organisation und Unterrichtsvorbereitung: Man konnte den Inhalt in das Learning Management System kopieren, hatte also keine doppelte Arbeit. Und die Inhalte waren für kommende Klassen verfügbar. Vertretungspläne waren schnell ausgedruckt, Aufgaben und Übungen konnten in digitaler Form eingestellt werden.

Am besten war jedoch die Option (und Erwartung des Distrikts) mit den Kollegen zu kollaborieren. Man konnte sehen, was die anderen machten, von ihnen Teile oder ganze Studenplanungen kopieren oder sogar gemeinsam an der Planung arbeiten. Und das über die verschiedenen Schulen hinweg und unabhängig vom Ort.

Darüber hinaus teilten wir unsere Ordner auf Google Drive (innerhalb der Schulbezirksplattform), wo wir unsere Unterrichtsmaterialen und Links zu Online-Quellen und –Übungen verwalteten. Wir erübrigten uns so das Hin- und Herschicken von Dateien per E-Mail.

Es ist erstaunlich, welchen Umfang die Medienbibliothek in kurzer Zeit annimmt, wenn alle zusammenarbeiten und beitragen. Viele der Fortbildungen im eigenen Bezirk wurden von den Lehrern selbst durchgeführt. Wer etwas gelernt und erfolgreich erprobt hatte, gab seine Erkenntnisse und Materialien weiter. Alle haben ein gemeinsames Ziel, die Verbesserung des Lernens, alle tragen dazu bei. 

LehrerInnen-Kollaboration – 2

Lehrer KollaborationIm eigenen Bezirk:

An einigen der Lehrer-Arbeitstagen (vor und während des Schuljahres) konnten wir mit Kollegen aus den anderen Schulen zusammenarbeiten, die das gleiche Fach unterrichten. Während es an der eigenen Schule alle Fremdsprachenlehrer waren, ging es bei der Kollaboration über den Distrikt hinweg nur um die jeweils unterrichtete gleiche Fremdsprache.

1 Wir erstellten hier gemeinsam Materialien für den Unterricht und die Examen, die alle Schüler im Distrikt zweimal im Jahr ablegen mussten. Dazu gehörten Multiple Choice Tests, Texte und Schreibaufgaben. Diese waren anfangs zwar immer noch auf Papier; das Ziel war aber die digitale Prüfung. Für die Auswertung benutzten wir jedoch schon Software und Scanner, die die Testauswertung in die Notendatenbank übernahmen und statistische Berichte lieferten.

2 Digitale Kreationen waren unsere Hör- und Sprechaufgaben. Zu Dritt schrieben wir Scripts, die wir dann aufnahmen. Die Audioaufnahmen hatten verschiedene Lehrerstimmen, was sie realistischer machte. Auch Übungsmaterial nahmen wir auf, das war dann für unsere Schüler abrufbar online bereitstellten. Es entstanden mit der Zeit immer mehr Audioclips. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, diese Hörspiele aufzunehmen; wir wurden immer kreativer und durch die Geräuscheffekte entstanden kleine Kunstwerke.

3 Bei den Sprechaufgaben nahmen wir den Text eines der am Dialog beteiligten Partners auf. Die Schüler mussten dann reagieren und ihre Erwiderungen wurden aufgezeichnet. Ein digitales Sprachlabor (in jedem Sprachen-Klassenzimmer eingebaut) machte simultane Aufnahmen möglich. Um einen realistischen Gesprächsverlauf zu bekommen, gab es Anleitungen für die Schüler, damit sie den Hintergrund wussten (z.B. Zwei Freunde planen das Wochenende.), und natürliche gabe es nur offene Fragen. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Übungsmaterialien dazu, und die Schüler konnten individuell am Laptop oder Smartphone üben.

4 Auch Sprechübungen für das Sprachlabor oder konventionellen Unterricht (Interview-Aufgaben, situationsbezogene Konversationsaufgaben, speed dating Format) entwarfen wir gemeinsam. So konnten wir relative schnell eine Auswahl an Audiodateien zusammenstellen.

Digitale Schule: LehrerInnen kollaborieren

Kollaboration 2LehrerInnen, die sich Unterrichtsvorbereitungen und Materialen teilten, benutzten Google Drive und forethought für die virtuelle campusübergreifende Zusammenarbeit. Bei den wöchentlichen Zusammenkünften der Fachlehrer (PLC = Professional Learning Communities) wurden Best-Practice-Erfahrungen, Ideen und Material geteilt, die dann in Google Docs als Gemeinschaftsprotokolle mit Links und Unterlagen festgehalten und zur weiteren Verwendung bereitgestellt wurden.

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Digitale Schule: SchülerInnen kollaborieren

KollaborationSchülerinnen und Schüler arbeiteten ebenfalls online zusammen auf der Google Plattform und erlaubten sich gegenseitig Zugriff auf Teile von Google Drive. Mit Google Docs und Slides konnten Partner oder Gruppen in Echtzeit an einem Dokument oder einer Präsentation arbeiten. Oder sie organisierten ihre Zusammenarbeit so, dass sie Einzelaufgaben getrennt erarbeiteten und dann am Ende zusammenfügten und abschließend editierten.

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Digitale Schule: Technologie allein tut’s nicht

Veränderung
Vieles muss sich ändern. Technologie allein modernisiert das Lernen nicht!

Um das Lernerlebnis an die Anforderungen anzupassen, welche die Arbeitswelt des 21sten Jahrhunderts stellt, müssen Veränderungen an mehreren Stellen stattfinden. Die Anpassung des Lehrens und Lernens an die Bedürfnisse unserer Zeit und der Zukunft ist alleine durch die Ausgabe von digitalen Geräten an die Schüler nicht automatisch garantiert.

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